9 häufige Fehler, die Ihren Website-Content ausbremsen

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Content is king! So abgedroschen diese Phrase auch sein mag, ohne gute Inhalte geht es einfach nicht. Schließlich ist es der Content, der dazu führt, dass Nutzerinnen und Nutzer unzählige Stunden auf Social Media oder Websites verbringen. Weil gute Inhalte einfach süchtig machen.

Damit Ihre Inhalte mit Suchtfaktor punkten und Ihre Zielgruppe mitnehmen, haben wir 9 häufige Fehler gesammelt, die in der Inhaltserstellung immer wieder auftreten. So können Sie aus fremden Fehlern lernen – und den Erfolg Ihrer eigenen Inhalte ausbauen!

01. Quantität mit Qualität verwechseln

Viel hilft viel? Nicht zwangsweise. Denn nur, weil Sie viele Artikel mit viel Text veröffentlichen, bedeutet das nicht gleich eine hohe Resonanz in Form von Traffic und Kundenanfragen. Zu häufig wird die bloße Produktionsmenge im Content mit Qualität verwechselt.

Viel wichtiger als zwei Artikel pro Woche mit über zweitausend Wörtern ist die Qualität dieser Artikel. Das Ziel muss es immer sein, wertvollen Content für Ihre Zielgruppe zu produzieren. Natürlich sollten Sie dabei einen gewissen Output haben, um die Interessierten bei der Stange zu halten. Letztlich helfen aber unzählige Wörter nichts, wenn sie am Ende keinen Mehrwert bieten.

Manchmal reichen fünfhundert Wörter, um ein Thema prägnant und lesenswert auf den Punkt zu bringen. Dann sollte der Artikel auch nicht länger sein. Manchmal dagegen ist eine tiefgehende Recherche nötig, was zulasten der Veröffentlichungsfrequenz geht. Dann ist es sinnvoll, sich die Zeit für diesen sehr langen und aufwendigen Artikel zu nehmen.

02. Die Gestaltung vernachlässigen

Das weite Feld der Website-Gestaltung bietet unzählige Content-Elemente. Für WordPress stehen z. B. vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Artikelseiten bereit, die Sie adaptieren können. Und Sie erschlagen Ihre Nutzerinnen und Nutzer trotzdem mit trockenen Textwüsten?

Das können Sie besser! Achten Sie unbedingt darauf, Ihren Content abwechslungsreich zu gestalten. Nutzen Sie in jedem Fall Medien wie Bilder oder Videos zur Auflockerung. Darüber hinaus sollten Sie hin und wieder den Blick über den Tellerrand wagen, um außergewöhnliche Inhaltselemente zu entdecken. Denn frei nach dem Motto „Das Auge isst mit!“ kommt es bei guten Inhalten eben auch auf eine gute Verpackung an!

Eine vielseitig gestaltete Landingpage mit verschiedenen Content-Elementen.

03. Content überoptimieren

Natürlich ist SEO ein wichtiger Bestandteil des Content-Marketings. Nicht ohne Grund bildet eine Keyword-Analyse für gewöhnlich die Basis einer jeden Content-Strategie. Doch auch in der heutigen Zeit geistern noch viel zu oft Fehlvorstellungen von SEO umher.

Gerade bei Unternehmen, die noch nicht so große Berührungspunkte mit Content-Marketing hatten, wird SEO häufig als sehr technisch und regelhaft empfunden. In Folge dessen werden Texte überoptimiert und starr so geschrieben, dass sie vermeintlichen SEO-Tools und -Anweisungen gerecht werden.

Das ist Gift für jeden Content. Denn in erster Linie erstellen Sie Inhalte für Ihre Nutzerinnen und Nutzer – nicht für irgendeine Suchmaschine. Wenn Sie relevante und gute Inhalte erstellen, ist das schon die halbe Miete und die relevanten SEO-Kniffe nur die Krönung. Wenn die Keyword-Analyse das Feuer ist, dann ist der Content der wärmende Eintopf im Kessel darüber – und SEO die Gewürze, die für zusätzlichen Pfiff sorgen.

04. Die Zielgruppe aus den Augen verlieren

Ein Junge mit Lupe betrachtet etwas auf einer Wiese.

Gerade in Unternehmen, die noch keine großen Erfahrungen im Content-Marketing haben, wird oftmals übersehen für wen die Inhalte erstellt werden. Das ist auch nicht verwunderlich: Man verliert sich eben in der eigenen Perspektive aus dem Unternehmen heraus. Da werden dann Inhalte produziert, die für das Unternehmen selbst relevant erscheinen – aber der Zielgruppe nichts geben.

Deshalb kann nicht oft genug betont werden: Der Content, den Sie erstellen, ist ausschließlich für Ihre Zielgruppe gedacht. Nicht für Sie, nicht für Ihre Vorgesetzten, nicht für das Unternehmen selbst. In erster Linie geht es immer um die Zielgruppe und darum, dieser einen relevanten Mehrwert zu liefern. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

05. Texte eng auf Budgets reduzieren

Ob in der internen Redaktion oder in der Zusammenarbeit mit der Agentur – selbstverständlich müssen Unternehmen im Blick haben, dass effizient gearbeitet wird. Schließlich soll für die Ressourcen (Zeit / Geld) ein vorzeigbares Ergebnis entstehen. Deshalb werden Texte oft an bestimmten Stundenzahlen bemessen, einem Aufwand, der maximal betrieben werden soll.

Es ist nur verständlich, dass so gehandelt wird. Allerdings macht es die effektive Content-Arbeit schwer. Denn jeder Artikel ist anders. Wie schon zu Anfang gesagt, gibt das jeweilige Thema den nötigen Umfang des Texts und somit auch den Aufwand vor. Manchmal ist es mit einem halben Tag geschafft, manchmal sind zwei volle Tage nötig, um den Text ausführlich auf die Strecke zu bringen.

Dementsprechend ist da nicht geholfen, mit strengen Textbudgets und klaren Produktionsmengen (z. B. acht Stunden/Woche für je zwei Texte mit tausend Wörtern) zu arbeiten. Wenn schon Zeitrahmen abgesteckt werden, was in der Zusammenarbeit mit einer Agentur natürlich nötig ist, dann sollte dieser nicht zusätzlich an eine festen Produktionsmenge geknüpft sein. Dadurch bleibt Handlungsspielraum, um anhand eines Content-Plans monatlich von Thema zu Thema zu entscheiden, wie viele Artikel tatsächlich veröffentlicht werden.

06. Zu hohe oder falsche Erwartungen haben

Wir erstellen ein wenig Content und schon schnellen die Verkaufszahlen hoch?! Das ist eine Erwartung, die kein Inhalt der Welt halten kann. Content-Marketing kann viel für ein Unternehmen tun. Realistische Ziele sind z. B.:

  • Markenbekanntheit steigern
  • Image aufbessern
  • Expertenstatus etablieren
  • Website-Traffic effektiv erhöhen
  • Community aufbauen
  • Langfristig zur Lead-Gewinnung und -Qualität beitragen

Gut bereiteter Content hat also langfristig gedacht einen großen Einfluss auf Ihr Unternehmen. Es ist allerdings keine Zauberwaffe, die man einmal aktiviert und plötzlich läuft alles von selbst. Vielmehr steckt hinter erfolgreichem Content-Marketing viel Arbeit, Fleiß und Durchhaltevermögen. Aber keine Sorge: Dranbleiben lohnt sich!

07. Content als lästige Pflicht ansehen

„Wir erstellen Inhalte, weil man das heute halt macht!“ So kann man Content-Marketing natürlich betreiben. Dann ist es aber von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn wer Inhaltserstellung als lästige Pflicht begreift, wird niemals Inhalte schaffen, welche die Zielgruppe begeistern.

Wenn das also die Prämisse ist, sollte man es lieber sein lassen und seine Zeit in andere Bereiche investieren. Denn nur, wenn Sie selbst für Ihre Inhalte brennen, können Sie Ihre Zielgruppe mitnehmen.

08. Ohne Strategie agieren

Mal ein Social-Media-Post hier, ein Blogbeitrag da … das geht natürlich. Vielleicht ist ja sogar mal ein Treffer dabei. Ein langfristiger Erfolg mit Auswirkung in den relevanten KPIs wird sich so jedoch kaum einstellen.

Content-Marketing braucht eine klare Strategie. Das fängt bei Grundüberlegungen zu Zielsetzungen sowie dem Unternehmen selbst an und geht über die Zielgruppe und Keyword-Analyse bis hin zu konkreten Beiträgen und Posts. Anschließend erfolgt das Monitoring, um zu überwachen, ob die Maßnahmen das anvisierte Ziel getroffen haben – und dann geht es wieder von vorne los.

Starten Sie also nicht unbedacht. Nehmen Sie sich ausgiebig Zeit, um eine echte Content-Strategie zu erarbeiten und setzen Sie anschließend zielgerichtet Maßnahmen um.

09. Zu wenig Experimentierfreude

Ein junges Mädchen macht explosive Experimente in einem Labor.

Ein weiterer Blogbeitrag nach Schema F, noch ein Social-Media-Post mit fester Vorlage … Da langweilt sich manchmal sogar die verantwortliche Person selbst. Denn bei all den strategischen Überlegungen und präzisen Anforderungen bleibt gelegentlich der Spaß auf der Strecke. Das ist ein Problem. Denn Inhalte im Web sollen begeistern und Freude bereiten, sie sollen reichhaltig informieren oder eben unterhalten.

Also vergessen Sie hin und wieder alles, was Sie jemals über Content-Marketing gelesen haben – und wagen Sie sich an Experimente. Dabei geht es darum, einmal die eigenen Routinen bewusst zu brechen, um echte Kreativität zu entfalten. Das kann schon ganz leicht gehen: Verfassen Sie sonst einfach Blogbeiträge mit Text und Bild? Dann nutzen Sie doch z. B. selbst aufgenommene Audio-Einsprecher zur Auflockerung oder erstellen Sie kleine Videos, die Sie einbinden.

Probieren Sie einmal eine andere Perspektive aus, setzen Sie auf Elemente wie Storytelling oder nutzen Sie ein ganz anderes Format. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist, was Ihre Zielgruppe begeistert und somit funktioniert. Also genießen Sie es!

Zusammenfassung: Fehlervermeidung für besseren Content

  1. Quantität mit Qualität verwechseln
  2. Die Gestaltung vernachlässigen
  3. Content überoptimieren
  4. Die Zielgruppe aus den Augen verlieren
  5. Texte eng auf Budgets reduzieren
  6. Zu hohe oder falsche Erwartungen haben
  7. Content als lästige Pflicht ansehen
  8. Ohne Strategie agieren
  9. Zu wenig Experimentierfreude

Wenn Sie all diese Fehler vermeiden, sind Sie bereits auf einem sehr guten Weg. Und wenn Sie sich nun ertappt fühlen, weil Sie viele davon derzeit noch machen? Dann ist das auch kein Problem! Denn Fehler sind im Content-Bereich völlig normal. Es ist stets eine Form von trial-and-error und durch Fehler lernen wir besonders gut, es in Zukunft anders zu machen!

forty-four ist die Content-Marketing-Agentur für den Mittelstand in Koblenz und Rheinland-Pfalz

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