Eine junge Frau surft mit dem Tablet auf einem Online-Shop.

Was kostet ein Online-Shop? Ein Überblick über alle Bausteine

Lesedauer 8 Minuten

Online-Shopping ist einer der wichtigsten Bestandteile der digitalen Welt. Alleine in Deutschland werden laut statista 2022 ca. 100 Mrd. Euro im Online-Handel umgesetzt – Tendenz steigend. Weltweit werden über 2 Billionen Euro Euro im E-Commerce erwirtschaftet. Kein Zweifel: Online-Shops sind ein optimales Mittel, um als Unternehmend Geld zu verdienen.

Denn die Prognosen sehen rosig aus, die Welt wird immer digitaler und auch das Kaufverhalten verlagert sich von den Einkaufsstraßen immer stärker ins Web. Das hat jedoch auch eine Folge: Die Konkurrenz wird immer stärker und es fällt schwerer, mit einem guten Online-Shop aufzufallen.

Gerade neue Unternehmen wissen oft gar nicht, was die Erfolgsfaktoren für einen Online-Shop sind – und welche Kosten für die Erstellung entstehen können. Damit Sie bestmöglich vorbereitet sind, erklären wir Ihnen, welche Bausteine zur Erstellung eines Webshops gehören und welche Kosten dabei auf Sie zukommen können. Mit einer zusätzlichen Checklist erhalten Sie alle Fragen, die Sie klären müssen, bevor der Shop umgesetzt werden kann.

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Die 9 Bausteine bei der Erstellung eines Online-Shops

Ein junger Mann erstellt am Laptop seinen eigenen Online-Shop, um Kleidung zu verkaufen.

01. Einrichten einer Entwicklungsumgebung

Wenn es sich um einen Relaunch eines Online-Shops handelt, dann ist es wichtig, dass der Shop während des Umbaus problemlos nutzbar bleibt. Dafür muss eine Entwicklungsumgebung aufgebaut werden. Das bedeutet, dass der bestehende Shop-Account geklont und in dieser Kopie gearbeitet wird.

So bleibt die Funktion des bestehenden Online-Shops gegeben, während die neue Version aufgesetzt wird. Ist sie fertig, kann sie dann einfach umgezogen werden und ersetzt den alten Shop.

Auch bei komplett neuen Shops ist es wichtig, eine Entwicklungsumgebung einzurichten. Denn diese bietet eine sichere Umgebung für risikofreie Tests und erfüllt gleichzeitig eine wichtige Dokumentationsfunktion. So werden alle Änderungen erfasst und das gesamte Projekt bleibt auch bei langjähriger Weiterentwicklung und Betreuung nachvollziehbar. Darüber hinaus landen Inhalte aus der Entwicklungsumgebung nicht versehentlich schon im Google-Index.

02. Gestaltung und Templating des Online-Shops

Gestaltung und Templating nehmen bei der Erstellung eines Online-Shops eine zentrale Rolle ein. Schließlich geht es um das, was Kundinnen und Kunden sehen, wenn Sie Ihren Shop aufrufen. Hier spielen verschiedene Faktoren wie die reine Optik bis hin zur User Experience eine Rolle.

Shopsysteme wie Shopware bieten oft auch vorgefertigte Templates zur kostenfreien oder kostenpflichtigen Nutzung an. Das spart zwar womöglich Zeit, birgt aber das Problem, dass diese Templates nur bedingt anpassbar sind. Sobald Sie also größere Änderungen vornehmen wollen (z. B. klare und konsistente Darstellung Ihrer Corporate Identity), stoßen Sie hier an Ihre Grenzen. Auch spätere Erweiterungen können problematisch werden, weshalb wir von vorgefertigten Templates abraten.

Entsprechend wichtig ist es also, dass Sie die Erstellung eines individuellen Templates als sinnvolle Grundinvestition ansehen. Denn nur so ist Ihr Online-Shop in jeder Hinsicht gut pflegbar und anpassbar, falls sich Ihr Geschäft verändert. Gleichzeitig passt der Shop so zu 100 % zu Ihrem Unternehmen und genau dem, was Sie tun.

Wichtige Faktoren beim Templating sind z. B. die optimale Funktion auf allen Browsern und Endgeräten. Auch SEO (Suchmaschinenoptimierung) sollte bereits bei der Gestaltung berücksichtig werden. Schließlich müssen Sie hier die Basis schaffen, um später suchmaschinenoptimierte Inhalte sinnvoll erstellen und ausspielen zu können.

Wie aufwendig dieser Prozess insgesamt ist, hängt natürlich von Ihren persönlichen Anforderungen ab. Rechnen Sie aber damit, dass Gestaltung und Templating tendenziell zeit- und somit kostenintensiv sind. Hierbei handelt es sich um eine Grundinvestition, um die Sie mit Ihrem Online-Shop nicht herumkommen.

03. Den Online-Shop individuell konfigurieren

Auch wenn Online-Shops am Ende grundlegend dieselbe Funktion abbilden – den Verkauf von Produkten – können sie sich in der Anwendung stark unterscheiden. Deshalb ist es notwendig, dass der Shop entsprechend konfiguriert wird.

Das bedeutet im Falle eines Shopsystems wie Shopware: Das System muss erst einmal installiert werden. Anschließend müssen Kategorien angelegt, Produktfilter erstellt und die Artikeldarstellung und Produkt-URLs genau definiert werden. Zur Konfiguration gehört auch die Integration von benötigten Plug-Ins für bestimmte Funktionen und den rechtlichen Pflichttexten (Impressum, Datenschutz, AGB …).

Zusätzlich gilt es auch, Zahlungsarten einzurichten und alle Infos zum Versand (Kosten, Bedingungen) zu hinterlegen. Insgesamt stellt sich die Konfiguration selbst bei einem System wie Shopware als zeitaufwendiges, aber notwendiges Unterfangen heraus.

04. Content-Erstellung & -Einpflege für Produkt- und Themenseiten

Eine junge E-Commerce-Unternehmerin verpackt Ware in ihrem Lager.

Kopierte Produktbeschreibungen vom Hersteller, lieblose Zweizeiler zur Einleitung: Viele Shop-Betreiberinnen und -Betreiber ignorieren die Wichtigkeit von starken Inhalten für den Webshop. Dabei ist guter Content eine wirkungsvolle Möglichkeit, um die Performance Ihres Online-Shops stark zu verbessern. Das hat zwei Gründe:

  1. Gut Inhalte bieten wirkungsvolle Verkaufsargumente. Sie präsentieren Ihr Produkt werbewirksam und erklären den Nutzen.
  2. Die Inhalte dienen im Sinne von SEO für Online-Shops der Erhöhung der Sichtbarkeit. Durch bessere Rankings in den organischen Suchergebnissen wird der Traffic erhöht.

Es lohnt sich also gleich doppelt, auch beim Online-Shop das Thema Content nicht zu vernachlässigen. Das bedeutet konkret: Produktkategorien sollten entsprechend inhaltlich aufbereitet sein und auch auf den Artikelseiten selbst sollten genug überzeugende Inhalte zur Verfügung stehen. Dazu zählen erläuternde Texte ebenso wie Grafiken, Videos oder Schaubilder. Auch bei Online-Shops spielt Diversity of Content eine Rolle.

Darüber hinaus ist es z. B. möglich, einen Ratgeber-Bereich zu integrieren, in dem Sie Ihr exklusives Expertenwissen teilen. Dieser Bereich verspricht einerseits gute Rankings und somit mehr Traffic und festigt andererseits Ihren Status als Expertin oder Experte auf Ihrem Gebiet, was zusätzliches Vertrauen bei Ihrer Kundschaft schafft.

All das ist natürlich mit einem entsprechenden Aufwand verbunden, der sich auch in den Kosten Ihres Online-Shops niederschlägt. Das ist ein Kostenpunkt, der von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern übersehen oder ignoriert wird. Das ist ein klarer Fehler. Denn wer sich die Kraft von Content nicht zunutze macht, wird langfristig gesehen abgehängt.

Natürlich heißt das nicht, dass Sie direkt mit einem umfangreichen Ratgeber-Bereich starten müssen. Allerdings sollten die Produkt- und Kategorieseiten mit starken, einzigartigen und ansprechenden Inhalten befüllt sein.

Hier gilt: Je mehr Sie dem ausführenden Unternehmen an Informationen und Materialien bereitstellen können, desto weniger Arbeit fällt in Sachen Content an. Es gibt also durchaus Sparpotenzial, wenn Sie eine gute Basis für die Inhalte schaffen. Bedenken Sie aber: Der Wert von professioneller Content-Erstellung für Online-Shops sollte niemals unterschätzt werden.

05. Sicherheit für Ihren Online-Shop

Online-Shops arbeiten mit sensiblen Daten wie Adressen und Kontoinformationen. Entsprechend wichtig ist es, dass dem Thema Sicherheit besonderes Augenmerk gewidmet wird. Daher sollten immer passende Sicherheitspakete eingerichtet werden, die für den nötigen Schutz sorgen.

Darüber hinaus ist es auch wichtig, das Thema Datenschutz adäquat anzugehen. Dabei handelt es sich vor allem um Pflichttexte sowie Cookie-Banner, die routinemäßig auf jeder Website stattfinden müssen. Ggf. kann es hier aber auch notwendig sein, zusätzliche rechtliche Beratung einzuholen. Die Sicherheit ist immer ein notwendiger Baustein, der aber insgesamt nicht zu stark zu Buche schlägt.

06. Koppelung an die Warenwirtschaft

Damit Ihr E-Commerce-Geschäft reibungslos funktioniert, ist es notwendig, den Online-Shop mit der Warenwirtschaft zu verbinden. Mit einem entsprechenden Warenwirtschaftssystem werden alle Abläufe wie Einkauf, Lager, Produktion und Verkauf an einem Ort abgebildet, sodass Sie den Überblick behalten.

Dies wird insbesondere dann kompliziert, wenn Sie auch abseits Ihres Online-Shops (z. B. in einem stationären Geschäft) verkaufen. Doch auch bei reinen Online-Shops muss die entsprechende Einrichtung und Anbindung bedacht werden. Denn nur so ist es möglich, dass der Online-Verkauf reibungslos und als geschlossenes System funktioniert.

Die Einrichtung eines solchen Systems erfordert viel Zeit, was wiederum entsprechende Kosten bedeutet. Allerdings handelt es sich auch hierbei um eine Notwendigkeit, um die Sie bei der Planung Ihres Shops nicht herumkommen.

07. Zusätzliche Zahlungsarten einbinden

Shopsysteme wie Shopware bieten bereits im Standard einige Zahlungsarten an (Vorkasse, Rechnung …), die problemlos nutzbar sind und in der Konfigurationsphase eingerichtet werden. Diese sind jedoch vor allem auf den deutschen Markt zugeschnitten. Je nach Ansprüchen (z. B. spezielle Zahlungsmittel oder internationaler Online-Shop) ist es deshalb wichtig, zusätzliche Zahlungsarten zu integrieren.

Diese Erweiterung gelingt durch externe Zahlungsdienstleister, die in das bestehende System eingefügt werden. Eine solche Integration sollte in der Kalkulation der Kosten für Ihren Online-Shop auf jeden Fall berücksichtigt werden, sofern sie notwendig für Sie ist. Falls Sie entsprechende Zahlungsarten benötigen, müssen Sie hier mit zusätzlichem Zeit- und Kostenaufwand rechnen. Auch fallen entsprechende Gebühren auf Transaktionen an. Mehr zu Zahlungsarten für Shopware erfahren Sie in unserem Beitrag dazu:

08. Hosting-Paket für Ihren Online-Shop

Falls Sie schon einen Online-Shop haben, haben Sie für gewöhnlich bereits ein Hosting-Paket mit einem Anbieter abgeschlossen. Dieses kann dann zu den bereits bestehenden monatlichen Kosten weitergeführt werden. Hier ist es jedoch sinnvoll, einmal ausgiebig zu prüfen, ob das Hosting-Paket in Sachen Performance und Sicherheit den Ansprüchen eines Unternehmens und Ihres Online-Shops gerecht wird.

Viele Angebote bekannter Hoster sind nämlich eher auf kleine Unternehmen oder Blogs zugeschnitten, für einen gut besuchten Online-Shop aber unbrauchbar. Ggf. ist hier also ein Umzug des Hostings notwendig.

Wenn Sie einen neuen Online-Shop geplant haben, dann müssen Sie die entsprechenden Kosten sowieso einplanen. Dafür wird Ihnen das entsprechende Hosting-Paket komplett gebucht, eingerichtet und nutzbar gemacht. Rechnen Sie dafür mit einem geringen Einmalbetrag und anschließenden monatlichen Kosten.

09. Besondere Anforderungen, die Kosten steigern

Es gibt viele Faktoren, die über Standard-Anwendungen hinausgehen und die Kosten für Ihren Online-Shop erhöhen können. Sollen z. B. Sammelbestellungen möglich sein, ist das ein aufwendigeres Thema. Auch Mehrsprachigkeit führt zu zusätzlichem Aufwand und Kosten.

Dazu stellt sich die Frage, ob Sie Ihren Online-Shop mit weiteren Marketingmaßnahmen (z. B. Newsletter, Google Ads, Social Ads …) begleiten lassen wollen. Auch hier müssen Sie entsprechend mit Kosten rechnen, die sich aber in Form von Verkäufen bezahlt machen.

Insgesamt gibt es viele Sonderfälle und zusätzliche Absprachen, welche die Kosten für einen Online-Shop steigern können. Entsprechend wichtig ist es, dass Sie sich vorab Gedanken machen, worauf es Ihnen ankommt.

Checklist: Das sollten Sie für die Kostenschätzung Ihres Online-Shops bedenken

Eine junge Frau kauft in einem Online-Shop via Smartphone und Kreditkarte ein.
  1. Wie groß ist das Produktsortiment?
  2. Wie aufwendig sind Ihre Gestaltungsvorstellungen?
  3. Verkaufen Sie nur in einem Land oder international?
  4. Ist eine mehrsprachige Seite nötig?
  5. Werden zusätzliche Zahlungsarten benötigt?
  6. Brauchen Sie besondere Funktionen, die Ihnen wichtig sind?
  7. Haben Sie hochwertiges Text- und Bildmaterial oder muss alles komplett neu erstellt werden?
  8. Haben Sie bereits eine funktionierende Warenwirtschaft oder brauchen Sie ein neues System?
  9. Wann soll der neue Shop live gehen?
  10. Haben Sie schon ein leistungsstarkes Hosting-Paket?
  11. Soll Ihr Shop durch entsprechende Online-Marketingmaßnahmen beworben werden?

Fazit: Was kostet ein Online-Shop insgesamt?

Natürlich ist es schwer, pauschale Aussagen zu den Kosten eines Online-Shops zu treffen. Schließlich hängt viel davon ab, wie ausgiebig Ihr Produktsortiment ist, welche Besonderheiten oder Herausforderungen sich ergeben oder ob eine aufwendige Gestaltung nötig ist. Kurzum: Die Kosten unterscheiden sich von Fall zu Fall.

Grundsätzlich kann ein kleiner Shop mit nur wenigen Produkten bei guter Vorarbeit schon für ca. 10.000–15.000 Euro plus laufende Kosten für das Hosting umgesetzt werden. Bei größeren Einkaufswelten erhöht sich der Aufwand und dementsprechend auch die Kosten für Ihren Online-Shop.

Einen wirklichen Eindruck über die entstehenden Kosten erhalten Sie, wenn Sie mit Dienstleistern ins Gespräch gehen. Kontaktieren Sie einfach entsprechende Agenturen und holen Sie sich ein unverbindliches Angebot ein. Nur so können Sie wirklich wissen, welche Kosten auf Sie zukommen.

forty-four Multimedia aus Koblenz ist Ihre E-Commerce-Agentur für Online-Shops

Mit der Expertise aus unzähligen erfolgreichen Shopware-Projekten sind wir der Ansprechpartner für den Mittelstand in Koblenz und Rheinland-Pfalz, wenn es um hochwertige und verkaufsstarke Online-Shops geht. Von der Planung über die Gestaltung bis hin zur Umsetzung und Begleitung durch Werbemaßnahmen bieten wir Ihnen leistungsstarke Webshops als Komplettpaket. Dazu gehört auch die Einrichtung des Vario Warenwirtschaftssystems, um den gesamten Prozess abzubilden. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.