Eine junge Frau genießt die Search Experience Optimization (SXO) einer Website am Smartphone.

Search Experience Optimization (SXO): Nutzerfokus als Zukunft des SEO?

Lesedauer 6 Minuten

Die Welt des Online-Marketings ist voller Buzzwords und Geheimbegriffe. Immer wieder tauchen neue Wörter auf, die bestimmten Trends oder Entwicklungen einen Namen geben. So ist es auch mit der Search Experience Optimization (SXO).

Der Begriff hat sich aus der Suchmaschinenoptimierung (SEO) heraus entwickelt und hebt eine bestimmte Veränderung in der Arbeitsweise und den Algorithmen hervor. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche das ist, was SXO bedeutet und warum Sie den Begriff selbst eigentlich wieder vergessen können – seine Bedeutung aber verinnerlichen müssen.

Was ist Search Experience Optimization (SXO)?

SXO ist die Abkürzung für Search Experience Optimization. Der Begriff geht auf den Marketer Bryan Eisenberg zurück, der ihn im Jahr 2008 erstmals auf einer Konferenz verwendete. Er hielt damals schon den Begriff SEO für veraltet und stellte entsprechend die SXO als neuen Entwurf auf.

Dieser Gedanke, dass SEO veraltet ist, hat einen einfachen Grund: Der Google-Algorithmus – und damit auch SEO – hat sich immer weiter vom Fokus auf die Suchmaschine hin zum Fokus auf Nutzerinnen und Nutzer bewegt. Wer heutzutage SEO macht, optimiert für Menschen, nicht für Suchmaschinen.

Entsprechend sollte dieser Entwicklung durch die Umbenennung Rechnung getragen werden. Es handelt sich bei SXO also um kein völlig neues Konzept, sondern um eine Weiterentwicklung aus SEO heraus.

Die Engine in SEO wird also durch eine Experience bei SXO ersetzt. Das spiegelt deutlich den Wandel wider. Es geht nicht mehr darum, es der Suchmaschine recht zu machen, sondern Nutzerinnen und Nutzern eine möglichst angenehme Erfahrung zu bieten.

Welche Aspekte zählen zu SXO? Abgrenzung von SEO und SXO

Was alles zur Experience zählt, die rund um eine Suche stattfindet, ist relativ schwierig exakt einzugrenzen. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Formeln etabliert, die zusammenfassen, was SXO ausmacht. Davon möchten wir Ihnen zwei beispielhaft zeigen:

  1. SEO + UX = SEO
  2. SEO + UX + Suchintention + Qualitätscontent + User Interface = SXO

Anhand dieser Beispiele zeigt sich schon, dass es nicht trennscharf definiert ist, was SXO exakt umfasst. Klar ist aber, dass es über das, was SEO ist oder war, hinausgehen soll.

Der Fokus liegt auf der gesamten User Experience, also der Nutzungserfahrung bei der Verwendung einer Webseite. Das schließt klassische SEO-Aspekte wie den Content ein, aber auch die Technik und das Design selbst.

Im Gegensatz zum frühen SEO der 2000er steht bei SXO also nicht mehr bloß das WAS, der nackte Inhalt, im Zentrum der Bemühungen, sondern vor allem auch das WIE, die Art der Präsentation und die Nutzbarkeit.

5 Ansatzpunkte für die Search Experience Optimiziation Ihrer Website

Generell gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um gezielt an einer angenehmen Nutzungserfahrung einer Website zu arbeiten. Diese haben wir Ihnen bereits an anderer Stelle in einem Blogbeitrag zusammengefasst:

User Experience verbessern: 5 einfache Tipps für Ihre Website

Gerne möchten wir Ihnen aber die wichtigsten Punkte für SXO kurz zusammenfassen:

  1. Der Content: Ohne gute Inhalte als Basis bringen Ihnen weitere Optimierungen nichts. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Achten Sie also darauf, ausführliche Inhalte zu erstellen, die Ihre Themen optimal rüberbringen. Orientieren Sie sich dabei an den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe und kreieren Sie so Content, der von Ihrer potenziellen Kundschaft gerne konsumiert wird und Ihre Botschaft richtig vermittelt.
  2. Die Struktur: Bauen Sie Ihre Website möglichst logisch auf und schaffen Sie auf diesem Weg eine intuitive Navigation. Denn nur, wenn sich Ihre Zielgruppe zurecht findet, ist die Webseite gut nutzbar.
  3. Die Technik: Die Technik muss reibungslos funktionieren. Das gilt von den Ladezeiten beim ersten Aufrufen der Website über die Reaktionszeit bei jedem Klick bis hin zur Funktion jedes Content-Elements. Mit der Technik ist es wie mit einem guten Schiedsrichter beim Fußball: Im Idealfall spricht keiner drüber, weil sie einfach ihren Job macht.
  4. Das Design: Bei der Gestaltung einer Website geht es nicht darum, sich möglichst kunstvoll zu inszenieren. Vielmehr ist es wichtig, die Gestaltung dem Zweck unterzuordnen. Das zeigt sich schon in kleinen Dingen wie Buttons, bei denen die exakte Ausführung großen Einfluss darauf haben kann, ob sie angeklickt werden. Achten Sie also darauf, die Gestaltung nicht für sich selbst hübsch zu machen, sondern möglichst ansprechend, verständlich und als leitende Orientierung bzw. Blickführung für Ihre Zielgruppe umzusetzen.
  5. Die Evaluation: Keine Website ist in Stein gemeißelt. Sie können ein solches Großprojekt nicht im stillen Kämmerlein planen, online stellen und hoffen, dass sich die Nutzerinnen und Nutzer so verhalten, wie Sie es sich gedacht haben. Es ist wichtig, dass Sie Feedback einholen und an entsprechenden Stellschrauben drehen. Das gilt sowohl vor dem Launch als auch danach. Denn nur, wenn Sie das tatsächliche Verhalten Ihrer Zielgruppe auf der Website erfassen und entsprechende Optimierungen vornehmen, können Sie die Experience maximieren.

Wenn Sie sich an diesen Aspekten orientieren – und gleichzeitig die bereits bekannten Regeln und Kniffe des SEO berücksichtigen –, dann ist Ihre Website im Sinne von SXO optimal aufgestellt.

Warum es den Begriff SXO nicht braucht: eine kritische Einordnung

Gleich vorneweg: Alles, wofür SXO inhaltlich steht, hat aktuelle Gültigkeit und sollte bei jedem Website-Projekt berücksichtigt werden. Das Hand in Hand von Content, Technik und Design ist von größter Bedeutung für den Erfolg Ihrer Webseite.

Dennoch müssen wir den Begriff SXO selbst kritisch hinterfragen. Denn ehrlich gesagt, braucht es ihn nicht. Das hat einen einfachen Grund: Das Verständnis davon, was SEO ist, hat sich mit den Veränderungen ebenfalls gewandelt.

In den 2000ern mag es noch normal gewesen sein, dass es bei SEO bloß um Keywords und die Häufigkeit dieser geht. Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei. Natürlich spielen im SEO Suchbegriffe immer noch eine gewisse Rolle. Doch wer heutzutage SEO seriös betreibt, hat schon lange das volle Augenmerk auf die Nutzerinnen und Nutzer gelegt.

Themen wie Suchintention, Core Web Vitals oder Mobile First sind schon lange der Beweis dafür, dass es vordergründig nicht mehr um die bloße Platzierung von Keywords geht. Es geht darum, die Bedürfnisse der Zielgruppe optimal zu erfüllen. Und das gelingt nur, wenn Content, Design und Technik gemeinsam funktionieren.

Das heißt: Unser heutiges Verständnis von SEO schließt eigentlich sämtliche Aspekte des SXO ein, wodurch ein separater Begriff überflüssig wird. Der Gedanke der Nutzerzentrierung mag 2008 revolutionär gewesen sein, heute ist es der normale Standard in allen Bereichen des Marketings.

Diese Entwicklung wird auch dadurch belegt, dass sich der Begriff SXO in der Digitalbranche nicht durchgesetzt hat. Das zeigt sich auch in konkreten Zahlen: Das monatliche Suchvolumen für SXO liegt laut Sistrix bei gerade einmal 90 Suchanfragen (Stand 20.06.2024). Zum Vergleich: Bei einer Überprüfung am selben Stichtag lag das monatliche Suchvolumen für SEO bei 27.500.

Wenn der Begriff doch eigentlich keine Rolle spielt, warum dann einen Blogbeitrag darüber schreiben? Wir wurden als Agentur zuletzt von verschiedenen Seiten auf diesen Begriff angesprochen. Den Aufhänger wollten wir also nutzen, um ein Verständnis dafür zu vermitteln, worauf es heutzutage bei einer guten und SEO-konformen Website ankommt. Und das SEO weit mehr umfasst, als es häufig angenommen wird.

Fazit: Wichtige Erkenntnisse zu SXO

Eigentlich können Sie den Begriff SXO getrost aus Ihrem Gedächtnis löschen. Denn – wie im vorangehenden Absatz erklärt – er hat sich nicht durchgesetzt und findet im Sprachgebrauch des Online-Marketings quasi nicht statt.

Was Sie aber nicht vergessen dürfen, sind die Inhalte, auf die sich SXO bezieht. Diese müssen Sie verinnerlichen, um zu verstehen, wie die Suchmaschinenoptimierung in der heutigen Zeit funktioniert.

Denn es geht nicht um die Suchmaschine, auch nicht um Ihren eigenen Geschmack oder irgendwelche Algorithmen. Im Fokus von allen Maßnahmen an Ihrer Website – von Content über Technik bis Design – sollte immer Ihre Zielgruppe stehen.

Nur, wenn Sie sich vollständig an den Nutzerinnen und Nutzern ausrichten, können Sie heutzutage effektiv Reichweite aufbauen, Ihre Marke stärken und letztlich auch Conversions erzielen.

forty-four Multimedia ist Ihre SEO-Agentur aus Koblenz

Seit über 25 Jahren begleiten wir kleine und mittelständische Unternehmen auf dem Weg durch die Welt des Online-Marketings. Einer unserer Schwerpunkte ist dabei SEO. Wir verstehen uns darauf, Ihre Website ganzheitlich unter die Lupe zu nehmen und sie in allen Belangen – Content, Technik und Design – so zu optimieren, dass wir Ihre Zielgruppe über gute Platzierungen in den Suchergebnissen erreichen.

Denn was Ihren Nutzerinnen und Nutzern gefällt, das gefällt auch der Suchmaschine. So kreieren wir Webseiten, die mit einer besonders angenehmen Nutzungserfahrung überzeugen, wodurch wir ein organisches Wachstum der relevanten KPI wie Reichweite, Klicks und Conversions erreichen. Sprechen Sie uns einfach an!