Ein Kompass als Sinnbild dafür, dass die Website-Struktur eine sinnvolle Navigation ermöglicht.

5 einfache Tipps für den Aufbau einer klaren Website-Struktur

Lesedauer 6 Minuten

Einer gut gestalteten Website merkt man gar nicht an, wie komplex sie ist. Alles fühlt sich intuitiv und richtig an, die User Experience überzeugt. Das gilt für alle relevanten Aspekte wie Technik, Gestaltung und Content. Wenn es um die natürliche Navigation geht, kommt dabei der Website-Struktur eine besondere Rolle zu.

Doch was macht eine sinnvolle Hierarchie aus und wie schafft man eine Navigation, die Nutzerinnen und Nutzer gerne bedienen? Wir geben Ihnen 5 Tipps für den Aufbau einer klaren Website-Struktur!

Was ist eine Website-Struktur?

Die Website-Struktur ist ein Planungsdokument, das Sie im Vorfeld eines Launchs erstellen. Das kann ein einfaches Word-Dokument sein, eine Excel-Tabelle oder ein handschriftlicher Zettel. Die Form ist also nicht festgelegt. Dieses Dokument sollte alle Seiten enthalten, die Sie erstellen wollen. Diese Seiten müssen zusätzlich nach ihrer Hierarchie angeordnet sein, also von Hauptseiten, die direkt in der Navigation sichtbar sind, hin zu tieferen Navigationsebenen.

Wofür braucht man eine Website-Struktur?

Natürlich kann man eine Website auch einfach mal mit ein paar Seiten online stellen und schauen, was passiert. Über kurz oder lang wird das aber zu chaotischen Navigationspfaden und somit zu aufwendigen Änderungen führen. Denn eine Website wird, sofern man aktiv Online-Marketing betreibt, stetig erweitert.

Sind solche Erweiterungen nicht vorgeplant und passieren einfach so, wie es gerade passt, wird die Website unübersichtlich. Das führt dazu, dass sich Nutzerinnen und Nutzer nicht zurecht finden und schlimmstenfalls abspringen.

Die Website-Struktur ist also vorab wichtig, um genau festzulegen, welche Seite beim Launch an welcher Stelle ist und wie in Zukunft mit möglichen Content-Erweiterungen umgegangen wird. Kurzum: Es ist eine Art Landkarte Ihrer Website, die alle Verzweigungen erfasst und somit eine klare Sicht ermöglicht.

Der Aufbau Ihrer Website-Struktur

Grundsätzlich gilt es beim Aufbau einer Website-Struktur drei Parteien zu berücksichtigen:

  • Ihr Unternehmen
  • die Nutzerinnen und Nutzer
  • die Suchmaschinen

Allen drei Seiten müssen Sie mit Ihrer Website gerecht werden. Denn natürlich wollen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen bestmöglich darstellen. Gleichzeitig möchten Sie Nutzerinnen und Nutzern die Inhalte bieten, von denen Sie erwarten, dass sie hilfreich sind und Anklang finden.

Zu guter Letzt muss all das bestmöglich für die Suchmaschinen aufbereitet werden. Das bedeutet, dass Sie für einen Relaunch bzw. eine Umstrukturierung Ihrer Webseite stets eine Keyword-Analyse durchführen sollten. Mit dieser Basis können Sie Ihre Inhalte für mehr organischen Traffic optimieren und gleichzeitig einen sinnvollen Aufbau der Website-Struktur unterstützen.

Insgesamt erfordert die Erstellung einer sinnvollen Hierarchie also den Einbezug verschiedener Seiten, denen Sie idealerweise allen gerecht werden wollen. Wie Ihnen das bestmöglich gelingt, erfahren Sie anhand der folgenden Tipps.

5 Tipps für eine nutzerfreundliche Hierarchie

Eine Online-Marketing-Managerin plant eine Website-Struktur.

01. Nutzerinnen und Nutzer stehen immer an erster Stelle

Generell gilt: Auch wenn es drei Seiten zu berücksichtigen gilt, kommen Nutzerinnen und Nutzer immer an erster Stelle. Nicht das Unternehmen und auch nicht die Suchmaschinen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie die anderen beiden Aspekte einfach ignorieren können.

Wann immer Sie jedoch eine Entscheidung zu Gunsten einer der Parteien treffen müssen, sollten Sie sich immer für die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden. Denn sie sind es, welche die Website später nutzen, die Informationen konsumieren und am Ende Aktionen durchführen. Nicht Ihr Unternehmen und ebenfalls nicht die Suchmaschine.

Sehen Sie also davon ab, eine Website nur für sich selbst zu planen. Das ist oft schwieriger als man denkt. Denn wenn man in einem Unternehmen drin steckt, wird man schnell betriebsblind. Versuchen Sie stattdessen, mit einer Zielgruppenanalyse festzulegen, für wen die Website funktionieren soll.

Anhand dieser Erkenntnisse können Sie nun eine Website-Struktur erstellen, die eine angenehme User Experience bietet – und dabei natürlich trotzdem Ihre Botschaften und Informationen rüberbringt sowie den Suchmaschinen gerecht wird. Zusammengefasst gilt jedoch: Erst kommen Nutzerinnen und Nutzer, dann der Rest!

02. Beachten Sie einen intuitiven Aufbau

Wenn es um den Aufbau einer Website-Struktur geht, kommt viel auf die Intuition an. Im Idealfall fühlt sich alles wie aus einem Guss an und baut logisch aufeinander auf.

Das erreichen Sie in der Praxis, indem Sie Übersichtsseiten schaffen, von denen man leicht und bequem auf die Unterseiten gelangt. Clustern Sie Ihre Themen und ordnen Sie diese von grob zu fein. Von Seite zu Seite sollten die Inhalte immer konkreter und spezieller werden.

Beispiel gefällig? Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen Schuhe in einem Online-Shop und wollen dafür eine Struktur aufbauen. Wie würden Sie da vorgehen? Intuitiv fühlt es sich an, zunächst eine Übersichtsseite für die Kategorie Schuhe zu schaffen (sofern Sie noch andere Produkte verkaufen, von den Sie dieses Thema abgrenzen wollen). Anschließend verteilen Sie den Traffic auf Damen-, Herren- und Kinderschuhe. Danach erstellen Sie Unterseiten für die verschiedenen Arten (Sneaker, High Heels, Pumps, Sandalen …). So nehmen Sie Ihre Nutzerinnen und Nutzer an der Hand und führen sie Schritt für Schritt zum Ziel.

03. Vergeben Sie sinnvolle Namen für die Navigation

Um die Website-Struktur sinnvoll abzubilden, müssen die Namen im Menü klar und verständlich formuliert sein. Für Hauptnavigationspunkte genügt oft ein Wort (z. B. Produktkategorien, Dienstleistungen oder bestimmte Themengebiete). Anschließend können Sie in der Navigation immer präziser und konkreter werden. So wie Sie inhaltlich vom Groben hin zum Feinen gehen, so verändern sich die Namen in der Navigation von allgemein zu konkret.

Das gibt Nutzerinnen und Nutzern das Gefühl, immer tiefer einzutauchen und immer näher an das gewünschte Ziel zu gelangen. Dadurch fühlt sich die Nutzung der Webseite möglichst natürlich an. Eben wie im Fluss.

04. Geben Sie stets Orientierung und Wegweiser

Ein Wegweiser gibt Orientierung auf sonnenbeschienenen Wanderwegen.

Der schlimmstmögliche Fall ist, dass sich jemand auf Ihrer Website verläuft. Denn Orientierungslosigkeit löst Frust aus und das führt häufig dazu, dass die Seite geschlossen wird. Ein fataler Fehler, der auf eine falsche Website-Struktur zurückzuführen ist.

Denn in einer sinnvollen Hierarchie sollte Nutzerinnen und Nutzern immer klar sein, an welcher Stelle sie sich befinden, wie genau der nächste Schritt aussehen könnte und wie sie ggf. wieder zurückkommen. Sie müssen in einer Website-Struktur also stets die Zukunft aufzeigen – und in der Vergangenheit eine Spur aus Brotkrummen für den Rückweg verstreuen.

Sogenannte Breadcrumbs sind z. B. eine Website-Erweiterung, die Nutzerinnen und Nutzer bei komplexen Website-Strukturen als Wegweiser dienen. Bedenken Sie also auch solche Elemente in der Planungsphase.

05. Erstellen Sie inhaltsstarke Content-Hubs

In diesem fünften Schritt kommt das Thema Keywords wieder: Denn anhand Ihrer Analysen, Ihren Unternehmenstätigkeiten und dem Wissen über die Zielgruppe bauen Sie nun Content-Hubs auf, die überzeugen. Das bedeutet, dass Sie die Kerngebiete Ihres Unternehmens systematisch mit starken Inhalten füllen.

Dazu erstellen Sie zunächst, wie bereits erwähnt, eine Website-Struktur, die von grob zu fein führt. Anschließend nehmen Sie sich ausgiebig Zeit, um sämtliche Unterseiten anhand von Keywords auszuarbeiten. Die Keyword-Analyse gibt Ihnen dabei vor, welche Themen Relevanz haben.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen Erkältungsprodukte. Nun könnten Sie natürlich von Unternehmensseite aus einfach Produktseiten aufbauen und damit wären Ihre Inhalte kommuniziert. Nutzerinnen und Nutzer haben aber darüber hinaus ein großes Bedürfnis, umfassend informiert zu werden.

Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, können Sie nun anhand Ihrer Keywords Content planen. So könnten Sie z. B. das Oberthema Erkältung bedienen. Darunter bauen Sie Seiten zu den verschiedenen Ausprägungsformen (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber) auf.

Denken Sie diese Content-Hubs in der Website-Struktur voraus. Denn so können Sie diese Bereiche mit einer logischen Hierarchie aufbauen. So würde ein allgemeiner Artikel zu Erkältung z. B. Themen wie Diagnose, Symptome und Heilmittel anschneiden. Anschließend können Sie jeweils tiefergehende Seiten aufbauen, die hierarchisch der Hauptseite untergeordnet sind. Ein Pfad könnte z. B. Erkältung -> Husten -> Reizhusten oder Erkältung -> Hilfe bei Erkältung -> Hausmittel lauten.

Wenn Sie solche Content-Bereiche frühzeitig in Ihrer Website-Struktur berücksichtigen, können Sie damit Nutzerinnen und Nutzer sowie Suchmaschinen glücklich machen. Und am Ende profitieren Sie als Unternehmen von mehr Traffic und idealerweise auch mehr Conversions.

Schaffen Sie eine Website-Struktur, die Nutzerinnen und Nutzer überzeugt!

Sie sehen: Der Aufbau einer klaren Website-Struktur ist zwar arbeitsintensiv, zahlt sich jedoch aus. Denn wenn Sie Ihre Botschaften, Produkte und Dienstleistungen sinnvoll an die Zielgruppe bringen wollen, geht das nur, wenn diese Ihre Website gerne nutzt. User Experience lautet dabei das Zauberwort. Nehmen Sie sich also im Vorfeld genug Zeit, um Ihre neue Webseite ausgiebig zu planen. Ihre Kundschaft wird es Ihnen danken …

forty-four Multimedia führt Sie zu einem starken Webauftritt

Seit über 20 Jahren ist forty-four der Ansprechpartner für den Mittelstand in Koblenz und Rheinland-Pfalz, wenn es um Websites geht. Von der bloßen Optimierung über den Relaunch bis hin zum Launch komplett neuer Webseiten profitiert unsere Kundschaft von unserer langjährigen Expertise. Dabei erstellen wir Websites, die mit einer angenehmen User Experience überzeugen und von Nutzerinnen und Nutzern gerne besucht werden. Sie planen ein Projekt in diesem Bereich? Dann sprechen Sie uns einfach an!