Markenaufbau: Mit 6 Maßnahmen die eigene Brand stärken

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Alle reden nur noch von Marke. Denn spätestens seit dem großen KI-Boom predigen Marketer von allen Seiten die Wichtigkeit des Markenaufbaus. Und, was sollen wir sagen: Sie haben recht!

Denn strategischer Markenaufbau ist schon immer ein sehr wichtiger Hebel im Marketing für Unternehmen. Die eigene Brand fest bei der Zielgruppe zu verankern und klar positive Assoziationen zu schaffen – darum geht es seit Beginn im Marketing.

Die neuen KI-Systeme haben nur die Dringlichkeit erhöht, Marketing wirklich ganzheitlich zu denken, um eine erfolgreiche Marke aufzubauen. Wie Ihnen das gelingt und welche 6 Maßnahmen unverzichtbar dafür sind, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag!

Was ist Markenaufbau?

Im Markenaufbau geht es darum, dass der Markennamen eines Unternehmens mit einer klaren Vorstellung bei der Zielgruppe assoziiert wird. Dabei geht es einerseits um die konkreten Produkte und Leistungen, andererseits aber auch um Werte und bestimmte Eigenschaften.

Ziel des Brand Building ist es, dass die Marke idealerweise zum Sinnbild für ihr Produktsegment wird, wie es z. B. Tempo für Taschentücher ist. Dazu gehört natürlich viel Arbeit, um sich derart fest bei der Zielgruppe zu verankern.

An der Stelle können wir Entwarnung geben: Es geht zumeist nicht darum, allen Menschen ein Begriff zu sein. Tempo ist nur ein Beispiel, aber natürlich ein Massenprodukt. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen in einer Nische agieren, steht natürlich im Fokus, der jeweiligen Zielgruppe oder dem Fachpublikum ein ähnlicher Begriff zu sein.

Auch eine regionale Eingrenzung ist für viele KMU wichtig, dann geht es natürlich um die Menschen innerhalb dieser Gegend. Die Anwohner sollen bei dem Wort Friseur direkt an Ihren Salon und beim Thema Auto unmittelbar an Ihre Werkstatt denken.

Am Ende geht es beim Markenaufbau zusammenfassend darum, Vertrauen zu schaffen. Ihr Unternehmen soll fest verankert und positiv verbunden im Gedächtnis der Zielgruppe sein.

Warum ist der Markenaufbau so wichtig?

Wir leben in einem stetig zunehmendem Konkurrenzkampf. Für Unternehmen wird es immer schwieriger, präsent zu bleiben und die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Menschen werden permanent mit Informationen geflutet und filtern sehr stark, was überhaupt wahrgenommen wird. Dabei gilt: Bekanntes wird deutlich eher verarbeitet. Umso wichtiger ist es also, bei der Zielgruppe präsent zu sein.

Doch nicht nur Menschen goutieren eine starke Marke. Ist Ihr Unternehmen im Gespräch, bemerkt das nicht nur die Zielgruppe, sondern auch die Algorithmen. Das heißt: Wer sowieso schon im Gespräch ist, wird eher noch zusätzlich weiterverbreitet. Einen großen Beitrag dazu, dass das Thema Brand Building derzeit wieder häufiger besprochen wird, liegt auch im Siegeszug der generativen KI und dem damit verbundenen KI-Sucherlebnis.

Brand als Währung in Zeiten der generativen KI

Die generative KI hat die Customer Journey auf den Kopf gestellt. Plötzlich haben Unternehmen keine volle Kontrolle mehr über ihre Inhalte und eine KI führt digitale Kaufberatung individuell abseits der eigenen Webseite durch. Was jahrzehntelang Standard war, wird derzeit auf die Probe gestellt.

Daher ist es wichtig, als Marke präsent zu sein und genannt zu werden. Denn die KI-Systeme werten Marken, die insgesamt bekannter sind, als wichtiger und empfehlen sie daher eher bzw. beziehen eher Inhalte daher.

Wer viele Nennungen auf anderen, seriösen Seiten hat und gleichzeitig vielerorts Präsenz zeigt, wird eher als relevant wahrgenommen. Sprich: Eine starke Marke führt zu einer starken Präsenz in KI-Suchen. Und das wird in Zukunft noch viel viel wichtiger werden als ohnehin schon.

Die Identität: ein zentraler Baustein des Markenaufbaus

Kein Unternehmen kann zu einer Marke werden, wenn es für nichts steht. Dabei geht es nicht darum, eine gewisse Moral zu vertreten oder klare Kante in der Welt zu zeigen. Das kann je nach Branche natürlich auch wichtig sein. Aber im Fokus steht vielmehr, sich Gedanken um die Identität des Unternehmens zu machen.

Was leistet Ihr Unternehmen? Wie verbessert es den Alltag der Zielgruppe? Was ist die eigene Mission, der Antrieb dahinter? All das muss geklärt werden, denn wenn ich nicht weiß, was ich kommunizieren möchte, dann kann ich auch nicht kommunizieren.

Daher ist es wichtig, dass Sie grundlegende Fragen zur Identität Ihres Unternehmens klären und sich überlegen, wie und als wer Sie wahrgenommen werden möchten. Diese Gedanken bilden die Basis für einen erfolgreichen Markenaufbau.

Ein denkbares Modell, um Form in die Überlegungen hineinzubringen, ist z. B. der Golden Circle von Simon Sinek. Hier geht es darum, Fragen nach dem Was, dem Wie und dem Warum zu klären. Insbesondere das Warum – das Sinnstiftende, der Antrieb –, trägt enorm zur Identität bei.

Genauso wichtig wie der inhaltliche Teil Ihrer Identität ist die Gestaltung. Den Grundstein dafür legt die Logoentwicklung. Daraus ergeben sich Schriften, Formen und Farben, die Ihre Marke für Ihre Zielgruppe greifbar und erlebbar machen.

All diese Ideen und Gedanken sollten gemeinsam in einen Brand Guide einfließen. Dadurch wird sichergestellt, dass die entsprechenden Eckdaten immer und überall gewahrt werden – sowohl intern als auch in der Arbeit mit externen DienstleisterInnen.

6 Maßnahmen für den erfolgreichen Markenaufbau

Eine junge Frau notiert Maßnahmen zum Markenaufbau in einem Buch.

Gleich vorneweg: Nicht jede der folgenden Maßnahmenpasst zu jeder Zielgruppe. Denn jede Produktwelt ist einzigartig und genauso die Personen, die angesprochen werden sollen. Wir geben in diesem Beitrag einen möglichst allumfassenden Einblick über die Vielfalt der Möglichkeiten. Was Sie davon rauspicken und für Ihre Ziele nutzen, müssen Sie selbst entscheiden!

01. Mit Strategie zur echten Brand

Ohne Strategie geht es nicht. Denn echter Markenaufbau lässt sich nicht mit ein wenig Marketing hier und einer Pressemeldung da betreiben. Es braucht einen klaren Plan, damit die Maßnahmen auch wirklich Erfolge erzielen.

Ausgiebige Planung ist also essenziell, um vorab abzuwägen, welche Kanäle auf welche Weise bedient werden sollen. Es geht darum, die eigene Kernbotschaft zu finden, eine Identität zu gestalten und die bespielten Kanäle gemäß der Zielgruppenanalyse zuzuschneiden.

Kurzum: Wer Markenaufbau erfolgreich meistern will, muss eine allumfassende Marketingstrategie erstellen. Aber auch hier lässt sich entschärfend sagen: Sie müssen nicht zwangsweise viele Wochen mit Planung verbringen. Wenn Sie die wichtigsten Eckpunkte festlegen, kann der Rest während der Arbeit entstehen. Denn eine Strategie entwickelt sich immer mit dem Realitätscheck weiter.

02. Mit PR zum Erfolg: die klassische Pressearbeit

Online-Marketing hat Unternehmen den direkten Weg zur Zielgruppe geöffnet – und umgekehrt. Da es diese direkten Kanäle gibt, wird PR oft ignoriert. Die Presse – Print, TV, Online-Journalismus, Radio – wird zumeist im Marketingplan ausgelassen, weil es kompliziert ist und mit viel Arbeit zusammenhängt, entsprechende Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

Immerhin sucht man mit PR den Weg zur Zielgruppe über Dritte. Und das ist immer komplexer. Was aber oft übersehen wird: Das Potenzial und die Kraft, die Journalismus auch heute noch hat.

Entsprechende Magazine und Portale sind unglaublich vertrauensstark. Algorithmen wie auch Nutzerinnen und Nutzer sehen sie als würdige Autorität. Hier Erwähnung zu finden, färbt extrem stark auf die eigene Reputation ab.

Wer von einer vertrauensvollen Quelle genannt wird, muss selbst auch vertrauensvoll sein – so die Logik. Daher lohnt es sich für die Stärkung Ihrer Marke durchaus, Zeit in Pressemeldungen und Kontaktpflege zu investieren.

Wichtig dabei ist aber, nicht jede Kleinigkeit als Pressemeldung rauszugeben. Es sollte sich um wirklich wichtige Informationen handeln, mit der sich journalistisch arbeiten, sprich eine informative Geschichte erzählen lässt.

03. Online-Marketing

Jede Form von Online-Marketing stärkt Ihre Marke. Heutzutage geht es vor allem darum, möglichst die ganze Klaviatur zu bespielen, weil sich die verschiedenen Kanäle gegenseitig ergänzen und pushen. Gleichzeitig sorgen Sie so vor, falls bestimmte Kanäle irgendwann an Relevanz verlieren.

Von Webseite inkl. Content-Marketing über SEO und SEA bis hin zu Social Media und Newsletter sollte idealerweise alles in die Marketingstrategie einfließen. Dadurch bilden Sie möglichst viele Touchpoints ab und begleiten Ihre Zielgruppe entlang der immer wirreren Customer Journey.

Es ist natürlich klar, dass so umfassende Maßnahmen nicht für jeden umsetzbar sind. Wenn es an Budget oder Ressourcen mangelt, sollten Sie sich lieber auf weniger Kanäle konzentrieren, diese aber wirklich seriös umsetzen.

Es kann z. B. sinnvoll sein, nur einen Social-Media-Kanal zu betrieben, diesen aber richtig, anstatt drei oder vier Kanäle eher nebenbei zu pflegen. Dennoch gilt: Es kann sich eigentlich kein Unternehmen mehr erlauben, diese vielfältigen Kanäle zu ignorieren. Denn der Aufwand, den Online-Marketing mit sich bringt, ist deutlich geringer als der Schaden, der entsteht, wenn Sie es langfristig ignorieren oder nur halbherzig betreiben.

04. Offline-Marketing

Print is not dead! Kein Ausspruch wird im Marketing häufiger bemüht – und er ist und bleibt wahr. Denn selbst in digitalen Zeiten sind Druckerzeugnisse für viele Zielgruppen weiterhin wichtig.

Von Flyern über Kataloge bis hin zu Broschüren und Magazinen können Sie grundsätzlich aus dem Vollen schöpfen. All das kann für Ihre Zielgruppe wichtig und ein relevanter Touchpoint sein.

Auch klassisches Out-of-home-Marketing, also Außenwerbung mit Plakaten, Screens & Co., bleibt relevant. Insbesondere regional verankerte Unternehmen können hiermit punkten und sich wichtige Aufmerksamkeit in Ihrer Zielregion sichern.

Natürlich ist es notwendig, sich gut zu überlegen, welche Druckerzeugnisse und Out-of-home-Produkte zur Zielgruppe passen und dabei auch immer kluge Brücken zur digitalen Welt zu schaffen. So greifen Online- und Offline-Marketing sinnvoll ineinander.

05. Werbung in TV, Radio & Co.

Wer schaut denn überhaupt noch fern? Viel mehr Menschen als man denken mag. TV und Radio sind als Begleitmedien immer noch wichtig, um an die breite Masse heranzukommen. Aber: Sie sind je nachdem auch entsprechend kostenintensiv.

Deshalb sollten Sie gut abwägen, ob TV oder Radio der richtige Weg für Sie ist. Die Möglichkeiten reichen hier von klassischer Berichterstattung in z. B. regionalen TV- und Radiosendern bis hin zur großangelegten TV-Werbekampagne.

Das heißt: Es gibt auch für kleinere Budgets Möglichkeiten, die ausgeschöpft werden wollen. Und je nach Ziel und eigenem Angebot können TV und Radio immer noch wirklich gute Dienste bei der öffentlichen Wahrnehmung leisten.

06. Persönlicher Kontakt

Nichts schafft mehr Vertrauen als der persönliche Kontakt. Hier wird ein Unternehmen heruntergebrochen auf Menschen, Ihre Marke bekommt ein Gesicht und eine Stimme. Jeder persönliche Kontakt ist für Ihre Brand also eine Chance, um zu glänzen und im Gedächtnis zu bleiben.

Ob Vertriebsgespräch, Supportanfrage, Nachricht via Social Media oder Google Bewertungen – all das ist immer eine Möglichkeit, die eigene Marke und das Vertrauen darin effektiv zu stärken.

Nehmen Sie solche Anfragen und Kontakte also unbedingt ernst. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Kundenkontakt und achten Sie darauf, dass der Kontakt mit Ihnen immer zu einer positiven Erfahrung für Ihre Kundschaft wird.

Ein einfaches Beispiel dazu: Supportanfragen. Wenn ich mich erst stundenlang durch einen Hilfebereich oder einen Chatbot klicken muss, bis ich irgendwann nach einer Stunde endlich einen Menschen erreiche, der mir vielleicht helfen kann, ist der Frust bereits groß. Vermeiden Sie solche Dinge, indem Sie schnelle und einfache Kontaktoptionen per Mail, Telefon oder WhatsApp anbieten – je nachdem, was Ihre Zielgruppe bevorzugt.

Fazit: So stärken Sie effektiv Ihre Marke

Markenaufbau ist keine Einzelmaßnahme und auch nichts, was man mal eben schnell nebenbei macht. Es ist das Lebensprojekt der Marketingabteilung jedes Unternehmens.

Wichtig ist, das Thema richtig anzugehen, ein strategisch solides Fundament zu schaffen und darauf immer weiter aufzubauen. Wenn Sie es bisher versäumt haben, entsprechend zu agieren, ist das kein Drama. Sie können sich jederzeit neu aufstellen und den Markenaufbau strategisch beginnen.

Mit der richtigen Planung gelingt es auch Ihnen, Ihre Botschaft bei der Zielgruppe zu verankern und sich als Brand festzusetzen. Wir unterstützen Sie gerne auf diesem Weg!

forty-four begleitet KMU in Rheinland-Pfalz beim Markenaufbau

Als Full-Service Digitalagentur bedienen wir bei forty-four die komplette Klaviatur des Online-Marketings – und kennen uns auch im Offline-Marketing aus. Dadurch können wir einen Großteil der Maßnahmen durchführen, die heutzutage für einen erfolgreichen Markenaufbau nötig sind. Gerne unterstützen wir Sie ab der Strategieerstellung über die konkrete Umsetzung bis zur permanenten Optimierung. Gemeinsam führen wir Ihre Marke zum Erfolg!